A Morning in Lamington National Park {German}

My dear readers,

today I will announce a new „project“ of mine, which is expressing feelings and moments through writing.
Two weeks ago, I have been to Lamington National Park in southern Queensland and it was a magical experience. The nature was really beautiful, when we woke up in the morning, there were Wallabies all around us, the campground was a bit remote which enables you to connect with nature and to embrace all the beautiful things this national park has to offer. As you probably know, German is my mother tongue, which is why my english writing is more „basic“ than advanced. This is why I wrote my „creative“ text in German. I hope you still want to have a look at the pictures, I took them during our hikes in Lamington and in the early mornings when we had breakfast with the Wallabies.
For my English readers: Stay tuned, my next post will be in English as usual, for the Germans: I hope you enjoy my little writing!

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5:53, Lamington National Park Queensland. Der Boden des Autos ist so hart, dass ich nicht mehr liegen kann. Trotz der Decke und dem Handtuch was sich unter meinem verspannten Rücken befindet, schmerzt mein ganzer Körper und ich beschließe aufzustehen. Die Fenster des Autos sind beschlagen und etwas klopft am Metall. Ich wische das Kondenswasser an der Scheibe vom Rücksitz weg und erblicke ein kleines Wallaby welches neben unserem Auto sitzt.

Meine Füße sind kalt, ich schlüpfe mit meinen Socken in meine FlipFlops und überlege noch wie komisch es aussehen muss, als plötzlich das Wallaby zwei Meter neben mir an mir vorbei hüpft, anhält, mich anschaut und weiter in den Busch springt. Momente wie dieser sind einfach wertvoll denke ich.

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Ich laufe den nassen Weg entlang zu den Toilettenhäuschen, als der von uns benannte Ufo-Vogel, ein Vogel der sich haargenau anhört als würde ein Ufo landen, laut schreit und ich mich augenblicklich wie in einem Film fühle.

Es ist noch sehr kühl, so kühl dass ich mir meine Ärmel über die Hände ziehe und ich eine Gänsehaut bekomme. Ich lege mir meine Kapuze um den Hals, wobei ich das Stechen meines Sonnenbrands am Hals und Nacken spüre, welchen ich mir an der Gold Coast zugezogen habe. Wer hätte auch gedacht dass man sich trotz T-Shirt dermaßen den Hals verbrennen kann, immerhin halten wir uns jetzt schon eine ganze Weile täglich in der Sonne auf.

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Die Sonne sucht sich langsam den Weg durch die grünen Blätter der Bäume und lässt mich leicht blinzeln, zu gerne würde ich davon jetzt ein Bokeh Foto machen denke ich.
Ich atme tief ein und es duftet wie an einem frischen Frühlingsmorgen, der Tau noch auf den Blättern und die Vögel geben ihr Konzert.

Auf meinem Weg zurück höre ich das merkwürdige Klopfen erneut und meine Beine lassen mich ein wenig schneller zurück zum Auto laufen. Ich blicke langsam um die Ecke und entdecke einen Truthahn der an unserer Mülltüte herumpickt, daneben auf dem Tisch sitzend, ein runder grauer Vogel mit einer gelben Kehle und einem gelben Bauch, welcher den Truthahn interessiert beobachtet. Als sie mich entdecken laufen und fliegen sie beide weg.

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Zum Frühstück kochen wir Haferflocken auf mit Banane und Erdnussbutter. Es tut so gut etwas warmes im Magen zu haben. Wir sitzen beide in unseren Campingstühlen, eingeschlungen in unseren Decken, blicken auf das dampfende Frühstück und ich überlege ob es nicht immer so sein könnte.

Während wir darauf warten dass die Sonne über den Baumen aufgeht, bekommen wir besuch von zwei Papageien. Sie setzen sich auf die offen stehende Kofferraumtür, ihren Kopf seitlich zu uns geneigt und schielen auf unser Essen.
So langsam verstehe ich warum man wilde Tiere nich füttern soll, denn nach zehn Minuten sitzen die zwei immer noch da und warten gespannt dass wir unser Essen für einen winzigen Augenblick aus den Augen lassen.

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Wenn ich darüber nachdenke dass uns nur noch wenige Wochen Reise bevorstehen, werde ich leicht melancholisch. Kann dieser Traum denn wirklich ein Ende haben? Diese angenehme Freiheit die man als Reisender hat, die interessanten Gespräche die man mit Menschen aus der ganzen Welt führt und diesen Schub von süßen Endorphinen und heißem Adrenalin den man erlebt wenn man gerade auf einem Boot über den Ozean braust, sich die Sterne anguckt, oder morgens im National Park zwischen Papageien und Wallabies frühstückt? Ich will nicht dass es aufhört.

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Have a magical week!
xx, Sophie

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Sophie B.

Mädchen mit permanentem Fernweh, die Kamera immer dabei! Ich lebe um die Welt zu erkunden!

16 Antworten auf „A Morning in Lamington National Park {German}

  1. es ist bestimmt schwierig, nach so einem abenteuer wieder zurück nachhause zu kommen und irgendwann wieder einen alltag zu finden. aber du hast eine zeit vor dir, in der du noch viel zeit zum reisen hast. ich bin grade um so viel älter als du, dass es in meiner generation einfach noch nicht üblich war, so eine auszeit zu nehmen. mich treibt dementsprechend die sehnsucht um, das nicht erlebt zu haben. gleichzeitig weiß ich, dass ich sehr anfällig dafür wäre, niemals mehr „ankommen“ zu können.

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    1. Es tut schon sehr im Herzen weh muss ich sagen, aber ich freue mich auch auf meinen Alltag zuhause 🙂
      Ich denke auch, eigentlich ist es nie zu spät die Welt zu erkunden, auch wenn ich bis vor der Reise das Gefühl hatte ich muss sofort alles machen, weil ich später die Zeit nicht mehr haben werde. Nun habe ich so viele Menschen kennengelernt, die trotz Job sich unglaubliche Reisen ermöglichen konnten und bin froh das ich noch ein ganzes Leben zum Erkunden habe 🙂
      In der Ferne zu sein ist toll, jedoch denke ich lässt es sich am besten Reisen wenn man sich gleichzeitig auch auf sein Zuhause freuen kann. Die, die dies nicht können findet man auch oft als „verlorene Reisende“ in Südostasien und das ist meistens nicht wirklich beneidenswert…Dennoch verstehe ich was du meinst! Ich fliege in zwei Tagen nach Hause und bin echt super traurig…auf der anderen Seite plane ich schon den nächsten Trip 🙂
      Liebe Grüße ❤

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      1. oh das glaube ich gern. nachhause kommen zu können ist definitiv etwas wertvolles. und ja, man weiß nie, was das leben bringt und in wahrheit ist es so, dass es einfach oft von der priorität abhängt. wenn es ein herzenswunsch ist, lässt sich vieles verwirklichen. wenn es einfach nur ein traum in weiter ferne ist, dann wird man es nicht umsetzen. so ist wohl das leben ^.^

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  2. Ein richtig schöner Text und eine so wundervolle Beschreibung… da kann man richtig träumen ❤
    Ich finde es auch schön, dass du mal auf deutsch schreibst 🙂 Auch wenn dein Englisch echt mega gut ist und ich das sowieso gerne lese (und mir wünschte, ich würde mich auch trauen und auf englisch schreiben 😀 ) um damit noch mehr zu lernen… Ich hoffe, dass ich auch bald das Selbstbewusstsein finde und anfange auf englisch und deutsch zu schreiben… obwohl dass dann auch wieder mehr arbeit macht 😀

    Liebe Grüße ❤

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    1. Vielen lieben Dank, das freut mich wirklich sehr zu hören :)!
      Auf englisch schreiben habe ich unter anderem angefangen weil ich nicht aus der Übung kommen wollte nach dem Abi. Aber auch weil es mir einfach echt Spaß macht, ich war schon immer sehr anglophil 😀
      Ich bin mir sicher dieses Selbstbewusstsein wird bei dir sicher ganz schnell kommen (auch wenn jeder zweite in AUS deutsch spricht) und ich bin mir sicher dass deine Texte wunderbar sein werden :)!!
      Außerdem, jeder macht Fehler! Ich lese manchmal über alte Posts und finde dumme Typos oder rege mich über meinen Satzbau auf 😀 Eigentlich müsste man seinen Blogpost drei Tage ruhen lassen bevor man ihn veröffentlicht 😀
      Aber auf Deutsch zu schreiben bietet halt einfach noch mehr Möglichkeiten, immerhin ist es unsere Muttersprache 🙂
      Liebe Grüße ❤

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      1. Ich bin eigentlich auch total „anglophil“ wenn es um reden geht, aber schreiben habe ich immer die Bedenken grammatikalisch falsch zu sein 😀
        Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen und dann übt und lernt man auch immer mehr… aber besser nach dem Abi – da habe ich mehr Zeit (sage ich gerade zu allem, wofür mir jetzt die Zeit fehlt aber auch dann werde ich arbeiten und keine Zeit haben 😀 ich muss sie mir dann nehmen für das was wichtig ist)

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      2. Ach ich habe auf der Reise so viele Australier und Briten kennengelernt die grammatikalisch nicht viel beziehungsweise weniger als wir auf dem Kasten hatten, ich denke das fällt oft gar nicht auf 🙂
        Genau, Übung macht den Meister! Aber das mit der Zeit verstehe ich, eigentlich wollte ich bilingual schreiben aber habe mich dann doch „nur“ für englisch entschieden, weil ich nicht den Nerv für das Übersetzten hatte, vor allem wenn es um bestimmte idioms und Syntax geht 😀

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  3. Eine wunderschöne, stimmungsvolle Beschreibung von „heute morgen im Paradies“- schön zu lesen, lädt zum träumen ein! Bewahre Dir die Erinnerung & Deine positive Lebenseinstellung, weiterhin alles Gute für Eure Weiterreise!

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  4. Das ist so wunderschön und träumerisch! ❤️ Das muss sicher schwer sein das alles zu verlassen, aber das wichtigste ist, dass du dir all deine schönen Erinnerungen und Erlebnisse im Herzen bewahrst! Und es bleibt dir ja noch so viel Zeit, um die Welt weiter zu entdecken! ☺ Ich nenne das bei mir immer Fernweh, das hab ich ständig, also versteh ich dich ganz gut! 😁 Aber irgendwie ist es dann auch wieder nirgendwo so schön und gemütlich wie Zuhause! ☺ Ich wünsch dir noch ganz viele schöne Entdeckungen und Erlebnisse in deinen Reisen! ☺ 💕

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    1. Das sind sehr wahre Worte :)! Jedes Mal wenn ich jetzt bestimmte Lieder höre oder bekannte Gerüche vernehme werde ich mich an diese unglaubliche Zeit erinnern 🙂 Traurig finde ich es jedoch trotzdem…
      Oh ja, Fernweh trifft es sehr gut, aber wenn es sowohl in die Ferne, als auch nach Hause zieht, der hat es meiner Meinung nach richtig gemacht :)!
      Vielen Dank!!
      Sophie ❤

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